Vom 5. bis 7. Juni 2026 fand in Weißwasser unser 16. Shaolin Kempo Camp statt, welches wir als PSV 90 e.V., Abteilung Kampfkünste Tokugawa, organisiert hatten. Insgesamt nahmen rund 60 Budoka im Alter von 8 bis 66 Jahren teil. Neben uns waren auch Kempoka aus dem 1. Shaolin Kempo Club Eversael sowie dem Rote Drachen Kleve e.V. angereist. Sportlich begleitet wurde das Camp unter anderem von einem Großmeister sowie 6 Meistern.
Das Wochenende begann am Freitag mit der Anreise und der Zimmerbelegung. Am Abend, als dann auch endlich die letzten nach unfreiwillig verlängerter Reisezeit zu uns fanden, ließen wir den Tag bei einem Mondo gemeinsam ausklingen. Während die Schülerinnen und Schüler, müde von der Anreise und den ersten Eindrücken, zu 21:30 Uhr langsam zur Ruhe kamen, fand parallel eine Trainersitzung zur organisatorischen Abstimmung statt.
Im Mittelpunkt des Camps stand das vereinsübergreifende Training- unabhängig von Alter und Erfahrungsstand.
Der Samstag begann traditionell mit Frühsport in verschiedenen Leistungs-Laufgruppen und einer kurzen Alternativeinheit Qi-Gong. Im Anschluss folgten verschiedene Trainingseinheiten, in denen wir unter anderem Kihon (Grundlagenarbeit), Schülerformen, Ippon-Kumite, Kempo-Kumite sowie Selbstverteidigung trainierten und vertieften. Ergänzt wurde das Programm durch freies Training sowie Sondertrainingseinheiten für die Kinder. Ein kleiner Höhepunkt des Tages war wohl die Vitaminpause am Nachmittag zu der auch noch Raimo mit gutem Timing vorbei kam und für alle noch ein Eis mitbrachte.
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler am Abend zur Nachtruhe begaben, nutzten die Meister die Gelegenheit für gemeinsames Training an Meisterformen. Im Anschluss fand eine gemeinsame Reflexion des Wochenendes statt, bei der neue Impulse und Ideen für zukünftige Camps gesammelt wurden.
Auch am Sonntag setzten wir das Training nach dem Frühsport fort. Die kurzen Einheiten umfassten ein abwechslungsreiches Potpourri aus Kumite, Blockformen, Selbstverteidigung sowie Schüler- und Meisterformen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen endete das diesjährige Camp mit der Abreise aller Teilnehmenden.
Neben der sportlichen Weiterentwicklung spielte für uns vor allem das Miteinander eine zentrale Rolle. Das gemeinsame Training bot uns allen die Möglichkeit, Techniken zu verfeinern, neue Perspektiven kennenzulernen und über den eigenen Erfahrungsbereich hinauszublicken. Der offene Austausch zwischen den Vereinen förderte sowohl die persönliche als auch die sportliche Entwicklung und ermutigte uns, gewohnte Strukturen zu hinterfragen und neue Impulse mitzunehmen. Auch abseits der Trainingseinheiten wurde die Gemeinschaft aktiv gelebt. Gemeinsame Gespräche und Aktivitäten stärkten die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beteiligten Vereinen und trugen dazu bei, den Zusammenhalt weiter auszubauen. Insgesamt blicken wir auf ein gelungenes, intensives und vielseitiges Camp zurück, das uns sowohl sportlich als auch menschlich nachhaltig bereichert hat. (cin)
