Welche Geschichte hat unser Dojo?

Unsere Trainingshalle hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Im Jahre 1873 erhält Prof. Dr. Rothenbücher die Genehmigung zur Einrichtung einer Privatschule und lies ein erstes Gebäude in der damaligen Turnstraße 15 (heute Fr.-Ludwig-Jahn-Str. 15) errichten. Dieses wird am 10.04.1874 als Augustaschule bezogen. Wir gehen davon aus, dass in dieser Zeit auch die kleine Turnhalle, unser Dojo, entstanden ist. In der Folge werden hier zwei Jahrzehnte lang Mädchen höherer Stände unterrichtet. Außerdem findet hier zwischen 1875 und 1884 ein Seminar für Lehrerinnen Platz. Die Privatschule wird zum 01.04.1895 in die Hand der Stadt übergeben und firmierte dann als „Städtische Höhere Mädchenschule und Lehrerinnenseminar“. In der 1907 zog die Schule in die heutige Puschkinpromenade ein größeres Schulgebäude. Dann verliert sich die Nutzung der Halle für ein paar Jahrzehnte. Erst nach dem 2. WK wissen wir wieder von einer Nutzung als „Martin-Luther-King-Förderschule“ für „schwerbeschulbare“ Schüler, zu DDR-Zeiten von der Kommune betrieben. In der Nachwendezeit errichtete ein privater Bauträger in der Nachbarschaft der Turnhalle einen Gebäudekomplex mit Tiefgarage, wobei etwa ein Drittel der Turnhalle einstürzte, weil die Baugrube unzureichend gesichert war. Der hintere Teil der Halle musste darauf hin neu errichtet werden. Das genaue Jahr des Einsturzes ist uns nicht bekannt. In jedem Falle war es zwischen 1995 und 2005. Die Förderschule wurde in Pacht durch das Paul-Gerhardt-Werkes weitergeführt. In dieser Zeit war die Turnhalle ein beliebter Ort für allerlei Frustableitung der Kinder.

Bilder aus 2005 beim ersten Betreten durch uns und erste Malerarbeiten.

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Mitte 2005 übernahmen wir die Halle für das täglich Training. Unser Dojo-Leiter Hagen Clement verlagerte sein rollendes Waffenlager, einen Ford Transit, endlich in ein statisches. Bis dahin pendelten die Trainer an fünf Tagen inder Woche durch 3-4 Sporthallen in Cottbus. Unsere Erfahrungen mit der „neuen“ Halle und deren vormittäglichen Nutzern brachten uns dazu, u.a. einbruchsichere Stahltüren zum Schutz unserer Ausrüstung einzubauen und unzählige Male bestand die erste Aufgabe im Wischen der Halle, weil diese völlig verunreinigt war.

Im Sommer 2011 wurde die Schule geschlossen, da die Gesetzeslage diese Schulform nicht mehr zuließ.
Nach drei Jahren Leerstand und nach umfangreicher Sanierung, zog 2014 der Hort „Pünktchen und Anton“ der Erich-Kästner-Grundschule das Hauptgebäude. Der Hort übernahm jedoch nicht die Turnhalle, diese ist weiterhin im städtischen Besitz.

Bilder aus 2014 vor der Sanierung

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Was wir daraus gemacht haben.

Mit vielen umtriebigen Menschen der städtischen Verwaltung und kommunalpolitischem Willen wurde die Halle parallel zur Sanierung des Haupthauses 2014 zumindest Innen saniert. Das war nötig, da zum einen der Innenhof für die Kids des Hortes benötigt wurden und andererseits die vorhandenen sanitären Anlagen aus der Zeit der 50er des letzten Jahrhunderts völlig unwürdig waren. Dafür wurden Fördermittel gesucht und eingesetzt. Der flache Teil der Halle wurde komplett nach unseren Entwürfen umgestaltet und umfassend saniert. Hier blieb wirklich kein Stein auf dem anderen und letztlich ist die Halle nun sogar barrierefrei begehbar. Die Haupthalle wurde durch uns als Verein saniert.

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Bilder von der Sanierung in 2014

Da die Möblierung keine Förderung erfuhr und die Kommune einer Haushaltssperre unterlag, haben wir als Verein die gesamte Inneneinrichtung finanziert, einen mittleren fünfstelligen Betrag, und bewahren den Zustand bestgehend.

Und so sieht unser Dojo heute aus.