Am Wochenende vom 20.-21. September 2025
fand der nun mittlerweile 20. Bundeszentrallehrgang in Cottbus der DAKO / IMAF statt. Mit 120 Teilnehmern aus den verschiedensten Dojos von nah und fern, sind wir alle an diesem Wochenende bei wunderbarem Sonnenschein nochmal so richtig ins Schwitzen gekommen. Aber nicht nur das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt, sondern auch alle
Referenten, Trainer und Teilnehmer haben ihr Bestes gegeben und schlussendlich dazu beigetragen, dass unser Herbstlehrgang so erfolgreich durchgeführt werden konnte. Neben den zahlreichen Trainingseinheiten und Sparten, darunter zählen natürlich Combat Arnis, Kobudo (sowohl mit Lang- als auch Kurzwaffen), Iaido, Jiu-Jitsu und Judo, Karate, Kickboxen und natürlich unser Shaolin Kempo, welche an diesem Wochenende angeboten wurden, gab es diesmal auch eine Besonderheit: Wettkampfvorbereitungen für die bevorstehende Deutsche Meisterschaft der DAKO & IMAF am 18. Oktober 2025.
Die Wettkampfvorbereitungen fanden gänzlich erstmalig im Nebengelass der Sporthallte des Niedersorbischen Gymnasiums statt. Der hier geschaffene Raum sollte nicht nur dazu dienen, dass sich Dojoleiter, Wettkamprichter und Trainer über das Regelwerk der Meisterschaft austauschen sowie letzte Unklarheiten beseitigen konnten, sondern es diente
auch dazu Wettkampfteilnehmer sowie trainierende, welche neugierig genug waren, in einem geschützten Umfeld an das Wettkampfthema heranzuführen. Es konnten also wertvolle Inhalte und Tipps – sei es vom Betreten der Mattenfläche bis hin zur Punktewertung und dem Verhalten während des Wettkampfes – gegeben und vermittelt werden.
Ebenfalls im Nebengelass hat an diesem Wochenende durchgängig das Training für Iaido stattgefunden. Schwerpunkte waren hier unter anderem Anwendungen mit dem Bokken (Holzschwert) und der Geschwindigkeitsaufbau bei Kata. Darüber hinaus sind aber auch fordernde Inhalte – wie spezielle Techniken – abverlangt worden. So trainierte man unter anderem
den Wächtersitz, welcher in der sogenannten Tatehiza-Serie (eine Auswahl sitzender Kata für fortgeschrittene Schüler sowie für Meister) zur Anwendung kommt. Während man im Nebengelass also mit den Wettkampfvorbereitungen sowie dem fordernden Inhalt des Iaido-Trainings beschäftigt war, wurde auch in der Haupthalle überaus fleißig trainiert.
Auf der ersten Mattenfläche sind beim Kickboxen unter
anderem Kicktechniken (High- und Low-Kicks) in Kombination mit einer entsprechenden Verteidigung trainiert worden, aber auch das Pratzentraining mit Faust und Ellenbogen sollte hier nicht zu kurz kommen. Es wurden Themen wie die Fighting Base 1, Blocktechniken und vieles mehr behandelt und bot für Anfänger und Fortgeschrittene, unabhängig vom Alter,
jede Menge Action. Auf der zweiten Trainingsfläche, direkt neben den Kickboxern, fanden wieder Trainingseinheiten zu Jiu-Jitsu und Judo statt. Trainiert wurden hierbei Grundtechniken zum Wurf in verschiedenen Varianten, sowie weitere verschiedene Boden-, Festhalte- und sogenannte Legetechniken. Wo geworfen (oder gefallen) wird, da wirken bekanntlich
Hebel und so sind auch Hebeltechniken ein wichtiger Bestandteil des Trainings gewesen, welche auf der Mattenfläche ausgiebig trainiert wurden.
Wesentlich mehr im Stehen ging es hier auf Trainingsfläche drei zu, welche für Karate genutzt wurde. Dabei ist in mehreren Gruppen- und Leistungsstufen trainiert worden, je nach Alter und Graduierung. Neben dem Grundlagentraining, den Schritttechniken und dem gemeinsamen Ausführen von Kata und Kihon Ippon Kumite (sinngemäß übersetzt in etwa „Einschrittkampf“),
sind auch anspruchsvollere Partnerübungen in festgelegter, aber auch in freier Form durchgeführt worden. Hierbei wird nicht nur großer Wert auf die saubere Ausführung, sondern auch auf den richtigen Abstand zum Partner geachtet, damit die geübten Techniken entsprechend wirken können.
In der Mitte der Halle, auf Trainingsfläche 4, konnte ein Großteil der verfügbaren Einheiten Shaolin-Kempo trainiert werden. Neben einer koordinatorischen Aufwärmung und das trainieren der Grundtechniken (Kihon) mit verschiedenen Schlag- und Tritttechniken, sind auch Schrittdiagramme und Kata geübt worden. Neben Partneranwendungen und Auszügen aus der
Selbstverteidigung, sind für die fortgeschrittenen Schüler außerdem koordinatorisch schwierige Techniken eingebaut worden, um diese zu fordern.
Mindestens genauso fordern sollte es auf der Trainingsfläche 5 weitergehen, auf der unter anderem ein Reaktionstraining in Combat Arnis durchgeführt
wurde – sowohl mit als auch ohne Sticks. Dieser Erweiterung des Reaktionstraining ohne Sticks wird auch als „Empty-Hand“ bezeichnet. Neben den Wettkampfvorbereitungen, die vor allem durch Übungskämpfe und Kampfrichtertraining geprägt waren, ist auch nochmal das Regelwerk für den Wettkampf auf die Probe gestellt und erläutert worden.
Abwechselnd mit Combat Arnis auf der Trainingsfläche
5 haben am Wochenende auch Trainingseinheiten Bo-Jutsu stattgefunden. Neben sehr vielen Partnerübungen sind auch vereinzelt neue Wirbeltechniken als Erweiterung der Grundtechniken trainiert worden. Um weitere, neue Impulse bei den Grundtechniken zu setzen und bekannte Muster aufzubrechen, wurden zudem übliche
Angriffstechniken aufgebrochen und insofern umgestaltet, dass diese aus verschiedenen Richtungen erfolgten, statt wie bisher aus den immergleichen Position. Somit war nicht nur ein umdenken gefordert, sondern auch Aufmerksamkeit und ein gutes Reaktionsvermögen.
Vielen Dank an unseren Shihan, allen Referenten und Trainern sowie den Teilnehmern und dem gesamten Orga-Team und zahlreichen Hilfskräften, die an diesem Wochenende vor Ort waren, teilgenommen und geholfen haben. Ohne euch, wäre solch ein Lehrgang nicht möglich. Zum Abschluss ist eine Bildergalerie zu finden, um einen kleinen Eindruck vom Lehrgang wiederzugeben. (wm)


















































