PSV Cottbus '90 e.V., Abteilung Kampfkünste "Tokugawa"

Bauern aus Japan „entdeckten“ ursprünglich den Tonfa, obwohl der Ursprung in China lag. Er entstand aus dem abgeschnittenen hinteren Ende einer Sense oder Krüke. Es gibt jedoch auch Texte, welche belegen, dass er ehemals eine Kurbel an Mühlsteinen war, welche schließlich zur Waffe umfunktioniert wurde. Der Grund für die Entwicklung von Tonfa war wie bei allen Bauernwaffen das Verbot des Schwert-Tragens außerhalb der Samurai-Kaste. Um sich gegen diese Waffe verteidigen zu können, wurden die verschiedenartigsten Feldgeräte umfunktioniert und zweckentfremdet. Heute kennt man das Tonfa eher als Schlagstock beziehungsweise als Einsatzstock der Polizei und aus zahlreichen Filmen. Das Unterarmholz ist in der Regel 0,50 Meter lang, der darauf verkeilte Griff ungefähr 0,15 Meter. Ursprünglich war er aus Holz, mittlerweile gibt es jede Menge alternative Materialien wie Hartgummi, PVC und andere. Meistens ist der Griff sowie das Griffstück des Unterarmholzes noch zusätzlich mit einem Knopf am Ende sowie mit Rillen versehen, um ein Herausreißen beziehungsweise „Fallenlassen“ der Waffe zu verhindern. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten den Tonfa zu führen, bei der populärsten führt man ihn mit der Faust um den Griff, so schützt das Unterarmholz den Unterarm. Hier sind schnelle Drehschläge aus dem Handgelenk möglich. Der ursprüngliche Tonfa wurde als Paarwaffe benutzt mit dem Ziel, den Schlag des Gegners zu blocken und ihm dann eine Verletzung zuzufügen. Des Weiteren kann man den Tonfa auch unterhalb des Quergriffs greifen, so schützt der Quergriff die Hand und man kann die lange Seite wie einen kurzen Knüppel verwenden.

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